Reflexion für Unternehmer hilft für langfristigen Erfolg

Wie Reflexion in der Krise Ihr Unternehmen rettet

Unternehmerisches Lernen im Ausnahmezustand

Zurzeit herrscht ein Ausnahmezustand. Wenn Sie schnell zu den für Ihr Unternehmen wichtigen Fragen gelangen möchten, springen Sie direkt zum Kapitel „Reflexion im Ausnahmezustand“. Wenn Sie die Dringlichkeit für sich erkannt haben, lesen Sie gerne den ganzen Artikel oder melden sich.

Ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, die simpel und leicht verständlich ist. Und Sie werden am Ende sagen: „Ja, das ist doch klar!“. Und trotzdem sage ich Ihnen, dass in der aktuellen Zeit von Corona etliche Unternehmer in diese Falle tappen. Aber Sie können es heute noch ändern.

Es geht um die Reflexion. Jetzt sagen Sie vielleicht: „Schön, aber dafür habe ich keine Zeit.“ Genau dann, sollten Sie die kleine Geschichte erst Recht lesen:

Dieses einfache Beispiel sagt viel über eine erfolgreiche Arbeitsweise aus. Denn beide Holzfäller sind zielstrebig und fleißig. Beide haben das Ziel, jeden Tag acht Bäume zu fällen und halten sich daran. Doch was ist anders?

Reflexion im Normalbetrieb

Der zweite Holzfäller nimmt sich am Ende des ersten Tages die Zeit zu reflektieren, was heute geschehen ist und was morgen und übermorgen geschehen soll. Er hat das gleiche Ziel wie der andere Holzfäller, denkt aber drüber nach was er für ein Werkzeug für die Zielerreichung benötigt und wie er es verwendet hat.

Warum ist Reflexion so wichtig?

In der Systemtheorie ist die Selbstreflexion ein notwendiger Kernprozess, der überhaupt erst Lernen ermöglicht. Denn nur wer sich gezielt aus einer Situation herausnimmt und eine andere Perspektive einnimmt, kann etwas über sich selbst und die Situation lernen. Die Selbstreflexion ist gerade für Unternehmer besonders wichtig, weil sie die Verantwortung für ein Unternehmen und als Führungskraft die Verantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitenden haben. Auf Unternehmensebene betrachtet bildet die Reflexion die Basis für eine organisationales Lernen, was wiederum zwingend nötig ist, um zukünftig bestehen zu bleiben. Einfach gesagt, man muss aus seinen Fehlern und Erfolgen lernen.  

Arten von Reflexion

Interne Reflexion

Als ersten Schritt können Sie sich selbst eine Art Tagebuch anlegen und entweder einmal die Woche oder häufiger mit ein paar Notizen festhalten, was gut lief, worauf sie stolz waren und was weniger gut war. Je öfter Sie dies gemacht haben, desto leichter wird Ihnen diese Methode von der Hand gehen und schneller als Sie denken, haben Sie eine wertvolle Routine für sich und Ihr Unternehmen entwickelt. 

Das hat viele positive Effekte, zum Beispiel:

  • Sie lernen sich selbst mit Ihren Schwächen und Stärken besser kennen
  • Sie machen sich Handlungsfelder bewusst, die Sie daraufhin ganz gezielt angehen können
  • Sie werden eine (noch) bessere Führungskraft
  • Gedanken, die zu Papier gebracht wurden, schwirren nicht länger im Kopf herum

Externe Reflexion

Holen Sie sich Meinung von außen. Bitten Sie um Feedback Ihrer Kollegen. Dies hat den Vorteil, dass sie sich wahrscheinlich ebenso gut wie Sie selbst mit bestimmten firmenspezifischen Problemen auskennen oder sich gut in Ihre Situation hineinversetzen können. Außerdem hat das den Vorteil, dass solch ein Gespräch Vertrauen und Wertschätzung untereinander schafft. Zusätzlich bietet solch ein Austausch den Boden für eine lernende Organisation, da jeder von jedem profitiert und lernt. 

Möchten Sie in eine Situation richtig tief einsteigen oder kommen alleine mit Ihrem Gedankenkarussell nicht weiter, kann Ihnen ein ausgebildeter Experte mit den richtigen Fragen gezielt weiterhelfen. Gerade Berater und Coaches mit systemischem Hintergrund sind darin ausgebildet Ihnen in kurzer Zeit andere Perspektiven zu ermöglichen. Durch die Funktionsweise unseres Gehirns erlangen Sie durch diese Art der Reflexion Denkanstöße, auf die Sie alleine nur sehr schwer oder gar nicht kommen. 

Reflexion im Ausnahmezustand

Die Reflexion im Ausnahmezustand funktioniert im Prinzip natürlich nach den gleichen Schritten wie im normalen Betrieb. Was hier anders ist, ist der besondere Umstand, den das Unternehmen im Alltag nicht ansatzweise so erlebt.

  • Plötzlich müssen von heute auf morgen Kollegen im Home-Office arbeiten, obwohl man als Chef oder als Mitarbeiter immer Zweifel an der Effizienz dieser Arbeitsweise hatte.
  • Das erste Mal seit es das Unternehmen gibt, weiß man nicht, wo man mit den Azubis hin soll. Kann man sie auch einfach im Home-Office einsetzen? Was ist mit der Qualität und den Inhalten der Ausbildung?
  • Plötzlich brechen zahlreiche Aufträge weg oder können aufgrund neuer Gesetzesbestimmungen, die über Nacht kamen, nicht ausgeführt werden.

In solch einer Situation muss und möchte man als Unternehmen trotzdem handlungsfähig bleiben- und das selbstverständlich auch in der Zeit nach der Krise. Ob dann alles schlagartig wieder ist wie vorher? Das weiß keiner.

Was Sie aber wissen, ist wie Sie ganz individuell aktuell die Krise in Ihrem Unternehmen meistern. Und dieses Wissen ist unfassbar wertvoll. Vorausgesetzt, Sie gehen die Situation strukturiert an und investieren etwas Zeit – in natürlich den Notbetrieb- aber auch, um die Zukunft zu sichern- in Ihre ganz persönliche Reflexion:

Die Fragen rechts in der Grafik sind elementar und helfen Ihnen die Situation zu überblicken. Sie können als Leitfaden dienen, der Ihnen hilft den richtigen Fokus auf Ihr Handeln zu legen und um Ihnen auch in Zukunft mehr Flexibilität zu sichern.  

Fazit

Tappen Sie also bitte nicht in die Falle und fällen immer weniger Bäume (um die Geschichte vom Anfang aufzugreifen). Halten Sie kurz inne und reflektieren Sie die aktuelle Situation. Sichern Sie sich damit nicht nur die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens, sondern seien Sie auch vielen anderen Konkurrenten voraus. Stellen Sie sich selbst gute Fragen oder lassen Sie sich diese stellen.

Zum Beispiel: „Was kann und muss ich heute tun, damit mein Unternehmen auch morgen und übermorgen noch erfolgreich ist?“

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